Der Geschichtsverein für Kärnten datiert das Bestehen des Viktringer Hofs in das Jahr 1622. Das Palais diente den Äbten und Mönchen des Zisterzienserstiftes Viktring als Unterkunft, wenn sie in der Stadt zu tun hatten.
Im Zuge der Reformen von Kaiser Joseph II. wurde das Stift Viktring 1786 aufgehoben, das Gebäude wurde ein paar Jahre als Sitz des Fürstbischofs von Gurk, Franz II. Xaver Altgraf von Salm-Reifferscheidt-Krautheim, genutzt. Er war es, der den Klagenfurter Dom – vormals der größte protestantische (!) Kirchenbau in Österreich – zur Kathedrale erhob.
Der Viktringer Hof beherbergte in der Folge das Appellationsgericht (1832 arbeitete hier der bedeutende slowenische Dichter France Prešeren als Jurist), die Finanzdirektion und schließlich die Bezirkshauptmannschaft.
Seit 2013 ist der eindrucksvolle Prachtbau am Beginn der Karfreitstraße in Privatbesitz.
