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Den sechseckigen Erker des Hauses, ein imposanter Hof am Beginn der Kramergasse, schmücken an den Unterkanten der schmalen Fenster drei Porträts – das mittlere davon ein ausnehmend schönes Frauenantlitz. Flankiert ist die Hübsche von breit lachenden Männergesichtern. Die Darstellung ist naturalistisch – weit aufgerissene Augen, gehobene Brauen, gefurchte Stirn und Knollennase lassen die steinernen Begleiter trotz ihrer gepflegten Lockenpracht etwas angestrengt und aufgeregt wirken, Assoziationen zu F. X. Messerschmidts kuriosen Werken liegen nah.

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